Galerie 2015-15b  

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Maare-Rundflug

Wenn Sie die Vulkaneifel in all ihrer Faszination erleben wollen, dann sollten Sie sich zunächst einen weitreichenden Überblick aus der Luft verschaffen. Formen und Farben werden in Ihrem Gedächtnis haften bleiben und in Ihnen einen immerwährenden tiefen Eindruck geologischer und topologischer Eigenarten dieser sehenswerten Landschaft hinterlassen.  Guten Flug!

 

Ultraleichtflugzeug Comco Icarus C42

Einladend steht das 2-sitzige Ultraleichtfugzeug Comco Ikarus C42 so da, als wenn es nur auf mich gewartet habe. Erstaunlich preiswert ist das Angebot und der Pilot strahlt Professionalität und Seriosität aus. Ich werde an meine Alpenüberquerung mit dem Heißluftballon erinnert. Na dann los:

 

Drei Maare vor Gillenfeld

Rechts, etwas oberhalb der Kabinenlüftung, liegt knapp im Wald das Holzmaar (1), dessen Wasserspiegel als etwas breiterer Strich erscheint.  Links davon mit kleinem Sprung über den Wald in die nächste freie, U-förmige Ackerfläche hinein liegt am oberen Rand des Us das Trockenmaar "Dürres Maar" (2) und knapp davor das kleine trockene "Hitsche Maar" (3).  Im Vordergrund ist die Autobahn A1 (Heiligenhafen (Ostsee) - Saarbrücken, Länge 774 km) zu erkennen, deren Lückenschluss von 25 Kilometern Länge(!) in der Eifel seit Jahren durch ideologische Querelen verhindert wird! Welche herrlichen Wandergebiete der Vulkaneifel sind dadurch aus dem Kölner Raum nur unter erschwerten Bedingungen und zusätzlicher Umweltverschmutzung zu erreichen!

 

Bildausschnitt: Die drei Maare vor Gillenfeld

1. Holzmaar (Maarsee)      2. Dürres Maar (Trockenmaar)      3. Hitsche Maar (Trockenmaar)  

 

Neuerburger Kopf bei Wittlich

Oberhalb eines von links nach rechts durchgehenden Waldgebietes verläuft die Wittlicher Senke mit der namensgebenden Kreisstadt Wittlich rechts von der Autobahn A1.  Links der Autobahn erkennt man einen markanten kegelförmigen Berg, der aus der Wittlicher Senke unvermittelt herausragt. Dies ist der erloschene Vulkankegel Neuerburger Kopf (1). Er ist wie auch der benachbarte kleinere Lüxeberg (2), hier direkt links dahinter, etwa 108 Millionen Jahre alt. Früher hieß dieser Vulkankegel Mercuriusberg nach dem römischen Gott des Handels Mercurius. 

 

Bildausschnitt:  Neuerburger Kopf  und Lüxeberg

1: Neuerburger Kopf      2: Lüxeberg

 

Hochmoselbrücke

In einer Höhe von maximal 158m soll die im Bau befindliche Hochmoselbrücke zwischen Ürzig und Zeltingen-Rachtig das Moseltal überspannen. 2018 soll sie fertig sein und die Bundesstraße 50 mit vier Fahrstreifen und zwei Standstreifen aufnehmen. Sie wird 1702m lang und 29m breit sein. Gestützt wird sie von zehn Stahlbetonpfeilern, die 15 bis 150 m hoch sind. Der stählerne Brückenüberbau mit 25.000t Masse wird im Taktschiebeverfahren von der Hunsrückseite aus über die Pfeiler geschoben. Teflongleitlager ermöglichen dies. Auf dem Bild erkennt man links auf der Hunsrückseite das Montagezelt für neue Segmente des Brückenkastens, der bereits fast bis zum Pfeiler Nr. 2 vorgeschoben worden ist. Pfeiler 6 bis 10 sind noch im Bau. Stand: 26.07.2015

 

Solarfelder in Hasborn und Niederöfflingen

Der größte Solarpark des Landes Rheinland-Pfalz befindet sich in den Gemeinden Hasborn und Niederöfflingen an der Landstraße L64 in der Nähe der Autobahn A1. Pächter der Anlagen ist die Firma KGAL Investment in Grünwald bei München. Im Jahre 2012 wurden hier 12,3 Gigawattstunden erzeugt, die zur Versorgung von 2500 Haushalten mit 7500 Bewohnern ausreichten. Nach dem Energieeffizienzgesetz ist die Einspeisevergütung für 20 Jahre festgeschrieben und somit für die Firma und die beiden Gemeinden sehr lukrativ. Eine Erweiterung ist geplant.

 

Laufeld

Laufeld besteht schon seit der Jungsteinzeit und hat seitdem eine bewegte Geschichte erlebt. Heute ist es ein ruhiger erholsamer Ort, der auch preiswertes Bauland anzubieten hat.  Der Maare-Mosel-Radweg tangiert dieses Radwanderland.

 

Manderscheid mit Niederburg und Oberburg

Die Stadt Manderscheid war schon in sehr früher Zeit besiedelt. Der erste Teil des Ortsnamens kann vom keltischen Wort "mantara = Kiefer" abgeleitet werden. Interessant sind die beiden Burgen, die Edelsteinschleiferei und das Maarmuseum.

 

Reihenkrater Mosenberg mit Windsborn bei Bettenfeld

Der Reihenkrater Mosenberg ist ein Ensemble aus Maar, Kratersee, Schlackenkegel, Lavastrom, Basaltsäulen und Mineralwasserquelle. Dies ist nicht nur in der Eifel einmalig sondern auch weltweit einzigartig! Der Windsborner Kratersee, hier im Bild rechts unterhalb von Bettenfeld zu erkennen, ist einer der wenigen echten Kraterseen nördlich der Alpen! Er wird manchmal auch fälschlich als Maar bezeichnet. Ein Maar jedoch ist durch eine Dampfexplosion nahe der Erdoberläche entstanden, während ein Kratersee ein jetzt mit Wasser gefüllter Vulkankrater ist, aus dem vor langer Zeit aus den Tiefen des Erdinneren ein Lavastrom explosionsartig austrat. Rechts vom Windsborner Kratersee liegt im Bild nicht sichtbar das sogenannte Hinkelsmaar, das ebenfalls wie der Windsborn ein Vulkankrater ist! Er ist heute verlandet. Den Reihenkrater Mosenberg mit Horngraben und Wolfsschlucht entdeckt man am besten auf Schusters Rappen!

 

Meerfelder Maar

Das Mehrfelder Maar ist mehr als 30 000 Jahre alt. Die zunehmende Verlandung lässt die Wasserfläche immer kleiner werden.

 

Schalkenmehrener Maar

und Weinfelder Maar (Totenmaar)

Beide Maare gehören zu den drei Dauner Maaren. Hinzu kommt noch das hier nicht sichtbare Gemündener Maar.

 

Landeanflug über Schalkenmehren

 

Vor uns die Landepiste in Daun-Senheld

 

Gelandet in Daun-Senheld

Mit herzlichem Dank an den Piloten, der zielsicher die sehenswerten Punkte ansteuerte. Ich hatte mich leider auf diesen Flug nicht gut vorbereitet. Erst bei der Bildauswahl und Bearbeitung und der Flugroutenfindung in Google-Maps erkannte ich die professionelle Zielführung. Nochmals herzlichen Dank!  

 

 

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Letzte Änderung:  07.08.2015 15:36:46   -  Copyright Ulrich Perwass 1991/2015.    Alle Rechte vorbehalten