Galerie 2016-08  

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Ich bin DEUTSCH

 

 

 
Aus dem Jahre 2015:
 

Je suis DEUTSCH !!!

 

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

 

Diesen Amtseid, sehr geehrte Frau Merkel, haben Sie schon mehrfach geleistet und bisher auch mit Klugheit, Standvermögen und Ehrbarkeit eingehalten. Doch mir kommen Zweifel, ob Sie bei Ihrer heutigen Asylpolitik, die mehr einer infantilen Idiotie denn einer klugen vorausschauenden Lebensplanung gleicht, den Ansprüchen des deutschen Volkes gerecht werden können. Mehr zum Artikel in 2015...

 

Anschließend die Fortsetzung in 2016:

 

 

Ich bin DEUTSCH

 

 

 

Mein lieber Sohn,

 

da seid Ihr nach den Osterfeiertagen bei uns also wieder gut zu Hause angekommen. Na, dann weiterhin frohes Schaffen und viel Erfolg bei Euren Unternehmungen.

Zu unseren Differenzen in der Flüchtlingsfrage eine kurze Bemerkung:

 

Ich habe gerade in der FAZ gelesen, dass Ostern 2016 ein heikles Datum für den Familienfrieden gewesen sei, da bei der Flüchtlingsdebatte sich ein tiefer Riss durch viele Familien aufgetan habe. Da sind wir also keine große Ausnahme gewesen. Ich hoffe jedoch, dass Du bei aller Hilfsbereitschaft bald ein wenig mehr Realismus an Dich heran lässt und nationale Gefühle nicht gleich einem verbrecherischen Nationalismus oder sogar Nationalsozialismus gleichsetzt. Die unsäglichen Verbrechen der Ideologie des Nationalsozialismus haben leider in der Nachkriegszeit dazu geführt, dass man bei der Erziehung in Deutschland nationale Werte peinlichst umgangen hat. Das Singen der Nationalhymne zum Beispiel musste erst dem Fussball überlassen werden. Es tut mir leid, dass ich es versäumt habe, Dich vor dieser ideologischen Verzerrung, die im Ost-West-Konflikt während des Kalten Krieges von interessierten Kreisen bewusst geschürt wurde,  nicht bewahrt zu haben. Doch ich bin mir sicher, dass es Dir gelingen wird, einen vernünftigen Weg zu finden.

 

 

 

Hallo Vati,

Bezüglich „Nationalismus“, hier ein paar interessante Definitionen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalismus 

Karl R. Popper meinte 1945 dazu:

Er sieht Nationalismus als ein Relikt eines ur-instinktiven Gefühls der Stammeszugehörigkeit, dominiert von Leidenschaft und Vorurteilen. Außerdem bedeutet Nationalismus für Popper ein nostalgisches Verlangen nach dem Ersatz von individueller durch kollektive Verantwortung. Für Popper ist der Nationalstaat an sich schon nur ein Mythos, der durch nichts zu rechtfertigen ist, sondern lediglich eine irrationale und romantische Utopie darstellt; er sei

„ein Traum von Naturalismus und kollektivistischer Stammeszugehörigkeit.“

Man gibt sein Land ja nicht auf, wenn man es als Teil einer Gemeinschaft von Ländern begreift.

 

 

Mein lieber Sohn,

hab ich es mir doch gedacht. Die Debatte um Nation, Nationalgefühl, Nationalismus, Rassismus usw. erlebt so, wie sie jetzt und direkt nach 1945 geführt wurde, wieder fröhliche Urständ. Damals musste das „deutsche Volk“ umerzogen werden, um Nationalismus und Rassismus endgültig auszumerzen. Das verbrecherische Wirken der Nationalsozialisten  wurde damals jedem einzelnen Deutschen (in Deinen Worten: „allen Deutschen“) unterstellt, da er zur „Rasse“ der „Deutschen“ gehörte. Dieser Widerspruch wurde durch professorale Schriften fleißig gepflegt  und später im politischen Kampf durch die Kommunisten der „Ostzone“ und der linken Kräfte in der BRD genutzt.

Karl R. Popper verkennt, das in einer menschlichen Gemeinschaft Werte gebildet und gepflegt werden müssen, um dem Individuum das Gefühl der Sicherheit, Geborgenheit und der individuellen Zugehörigkeit zu geben. Dass diese Zielvorstellung natürlich auch im politischen Kampf um Macht und Einfluss unterlaufen wird, um die eigenen Interessen durchzusetzen, haben wir Deutschen von 1933 bis 1945 qualvoll erleben müssen.

Das Nationalgefühl der „Deutschen“, d.h. der „Deutsch“ sprechenden Bevölkerung, ist ja noch gar nicht so alt. Beginnend um 1800, zunächst  mit den Bestrebungen sich von der Herrschaft Napoleons zu befreien, dann etwa 1830 Kampf um Einheit, Freiheit und Volkssouveränität mit dem Höhepunkt Hambacher Fest, danach die Märzrevolution 1848/49 und so weiter und so fort.

Nationalgefühl dem Nationalismus gleichzusetzen oder sogar zum Nationalsozialismus zu entarten, ist heute leider typisch für die infantile Idiotie der linken und grünen Gutmenschenmischpoke, die den Schutzmechanismus der Nation für das Individuum und dessen Gemeinschaft  verteufeln. Ich bin stolz auf meine deutsche Nation, die es nach 1945 geschafft hat, trotz vieler Widrigkeiten einen stabilen demokratischen Rechtsstaat aufzubauen, weiterzuentwickeln und zu stabilisieren. Wir haben einen Staat geschaffen, der in der Gemeinschaft mit vielen anderen europäischen Staaten dem Nationalismus die Stirn bietet und in seiner Weltoffenheit beispielgebend ist!

Dass dieser Staat mit seiner florierenden Wirtschaft und seinen individuellen Schutzmechanismen Anziehungspunkt für die Benachteiligten und Verfolgten der ganzen Welt ist, ist nur zu verständlich. Die Türen jedoch jetzt weit zu öffnen, wie es Frau Merkel getan hat und die damit eine Wanderungslawine in Gang gesetzt hat, ist in seiner Infantilität kaum mehr zu überbieten. Es ist gelinde gesagt ein Verbrechen am syrischen Volk! Wir bieten der Elite dieses Volkes eines weiches Auffangkissen an und entziehen damit der syrischen Nation die Kräfte, die den Wiederaufbau nach dem Bürgerkrieg dort bewältigten müssten. Der Hinweis der linken und grünen Gutmenschenmischpoke, dass wir diese gut ausgebildeten Menschen hier in unserer Wirtschaft gut gebrauchen können und dass die weniger gut ausgebildeten unsere Bevölkerungsstatistik verbessern würden, ist an imperialistischer Arroganz kaum mehr zu überbieten.

In der Flüchtlingsdebatte wird auch die mentale und religiöse Prägung der Asylanten verkannt. Wir fordern rigoros, dass die Asylanten sich unserem Wertekanon unterwerfen müssen. Welch eine arrogante Forderung! Karl R. Popper verkennt auch hier die prägende Wirkung der Nation und deren stabilisierende Grundlage für die weitere Entwicklung des Individuums! Doch ohne die Anerkennung unseres Wertekatalogs durch die Asylanten, werden hier Probleme geschaffen, die die einheimische Bevölkerungen nicht hinnehmen wird! Das Erscheinungsbild unserer Frauen in der Öffentlichkeit zum Beispiel wird von den Asylanten so negativ gedeutet, dass solche Ereignisse wie in Köln wohl noch öfter vorkommen werden. Nein, nein, nicht „Alle“ wie ich Euch schon wieder höre, aber warum überhaupt? Müssen wir uns das antun?

Soweit zum Thema Nation. Zum Thema Erdogan hier meine Seite von Anfang 2015:

http://www.ulrich.perwass.de/galerie15/gal1502/gal1502.htm#Charlie

 So, nun reicht’s aber. Ende der Debatte.

 

 

 

Wir schaffen das!

Am 31.08.2016 jährte sich die unbegreifliche und unverzeihliche Aktion der Pastorentochter und Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Angela Merkel, mit der sie die gewaltige Lawine eines kaum zu bewältigenden Flüchtlingsstromes hinein nach Deutschland ausgelöst hat. Dessen Ende ist letztlich immer noch nicht abzusehen. Die damit erzeugten Probleme werden uns in Deutschland noch jahrzehntelang beschäftigen.

 

Vor einem Jahr veröffentlichte ich meine Sicht der Dinge unter dem Titel

 

 "JE SUIS DEUTSCH",

 

für die ich damals viel Tadel, Beschimpfung und Bedrohung einstecken musste. Die Sicht der Dinge hat sich Gott sei Dank in der Öffentlichkeit stark hin zu meiner Ansicht gewandelt. Ich erinnere an den Artikel von Frank Nägele

"Warum mich die Flüchtlingskrise innerlich zerreißt"

im Kölner Stadt-Anzeiger, der als einer der Ersten sich kritisch zur Willkommenskultur geäußert hatte.

 

Wir können nur hoffen, dass sich weiterhin eine realistische Sicht der Dinge durchsetzt und somit ultrarechten Meinungen  und Bestrebungen den Boden entzieht. Deshalb:

 

Treten Sie zurück, Frau Bundeskanzlerin!

 

Einen sehr durchdachten Kommentar zur Flüchtlingsdebatte schrieb am 15.09.2016 im

Kölner Stadt-Anzeiger dessen Chefredakteur Peter Pauls:

 

Der Bürger ist kein dummes Kind

 

Herzlichen Dank!

 

 

 


Lesen Sie bitte auch:

 

 

Je suis Deutsch!
Je suis Charlie

Je suis Raif

 

 

 

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Letzte Änderung:  02.10.2016 12:48:57   -  Copyright Ulrich Perwass 1991/2015.    Alle Rechte vorbehalten